Was ist Arbeitszeit?

Blog von Jörg Dahmen

Frage: Was ist Arbeitszeit?

Können Sie diese Frage sofort eindeutig beantworten? 10 verschiedene Menschen, zehn verschiedene Antworten. Eine Antwort trifft sicher auf alle zu, auch wenn keiner diese Antwort geben würde. Arbeitszeit ist Lebenszeit.

Da schließen sich weitere Fragen an. Was ist sinnvoll, was macht glücklich? Die meisten Menschen in Beschäftigung leben vor allem für den geringeren Teil Ihrer Lebenszeit, das sind die Wochenenden und der Urlaub. Viele sehen inzwischen den Feierabend gar nicht mehr als solchen an, sondern binden ihn emotional in die Arbeitszeit ein nach dem Motto: kurz ausruhen und schlafen, damit ich morgen wieder fehlerfrei und leistungsstark arbeiten kann. Zwischen 35 und 45, oder gar mehr Stunden verbringt der Arbeitnehmer mit der Arbeit. Dazu kommen Anfahrt, Sondersitzungen und je nach Beschäftigung sogar Homeoffice noch obendrauf.

Zur individuellen Zufriedenheit und somit zum Empfinden von Glück auch außerhalb der Arbeit trägt auch die Arbeitszufriedenheit bei. Sinnvoll ist eine Arbeit, die leicht von der Hand geht, den individuellen Ressourcen angepasst ist. Natürlich findet nicht jeder seinen Traumjob. Aber die Fähigkeit zum Glücklich sein tragen wir individuell in uns. Die individuelle Einstellung und Selbstbejahung einer gegebenen Situation tragen dazu bei. Damit ist nicht nur das Beispiel vom halbvollen oder dem halbleeren Glas gemeint. Es ist äußerst relevant, wie wir uns am Arbeitsplatz fühlen, weil wir ihn mit Leben füllen. Wissenschaftlich längst erwiesen ist, dass Druck und Stress mit der Leistungsfähigkeit fest verbunden sind. Stress kann Produktivität und Kreativität in einem klar definierten Bereich durchaus fördern und zu einer optimalen Performance führen. Dieser positive Stress darf allerdings nicht umschlagen und zum Dauerzustand werden, denn dann dreht er sich um, insbesondere wenn man unter einer mangelnden Arbeitszufriedenheit leidet. Denn Leid empfinden sie durchaus dann, wenn starker Stress als negativer Spannungszustand empfunden wird. Die Folgen sind dramatisch. Körperliche und mentale Erschöpfungszustände wechseln sich ab, verbinden sich, signifikanter Leistungsabfall verschärft die Situation bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Der Rest ist Dunkelheit zwischen Erschöpfung, Depression und Burn out. Nennen sie es, wie sie wollen, sie sind fertig. Fehlen ihnen dann auch noch stärkende psychosoziale Strukturen in ihrem Umfeld wie Familie und Freunde, wird es sehr schwer, aus diesem Loch wieder herauszukommen. Aber den Teufel an die Wand zu malen, hat hier auch nichts zu suchen, erinnern Sie sich. Sie tragen die Fähigkeit zum Glück in sich selbst. Und wenn Glück zu groß für den Augenblick ist, dann nennen Sie es Selbstzufriedenheit.

Unsere Gedanken sind die Ursache für unsere Gefühle, unsere Gedanken bestimmen unser Gefühlsleben. Lenken Sie also ihre Gedanken in eine positive Richtung. Sie wissen selbst, was gut für sie ist. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber machbar, niemand kann das für sie übernehmen. Machen Sie den Test und checken Sie sich selbst.

– Fühlen Sie sich am Arbeitsplatz zufrieden/ glücklich?

– Haben Sie das Gefühl, in der Balance zu sein?

– Können Sie nein sagen und klar kommunizieren?

– können Sie eigene Bedürfnisse erkennen, ausdrücken und wahrnehmen?

– Welche Menschen nehmen ihnen Kraft, welche geben ihnen Kraft?

Viele Menschen können nicht mehr als zwei dieser Fragen mit Ja beantworten. Das ist zu wenig. Verschaffen Sie sich mehr Zufriedenheit mit positiverer Haltung. Natürlich gehört Mut dazu. Aber gehen Sie nicht weiter in die Angst, mehr Selbstvertrauen gefährde Ihren Arbeitsplatz. Gute Vorgesetzte und Führungspersönlichkeiten wissen längst. Zufriedene Arbeitskräfte leisten mehr, obwohl Arbeitskräfte mehr wollen die gar nicht mehr, Führungskräfte wollen Mitarbeiter. Und als solcher wollen Sie selbst schließlich wahrgenommen werden, als Mitarbeiter, nicht als Arbeitskraft. Eine Arbeitskraft kann auch ein Roboter sein. Aber Sie sind ein Mensch!

Versuchen Sie es mit kleinen Übungen und Ritualen:

– Üben Sie Wertschätzung. Respekt und Emphatie im Alltag. Nehmen Sie andere so wahr, wie sie selbst wahrgenommen werden wollen. Bemerken Sie was ist, nicht was nicht ist

– Nehmen Sie sich eine Auszeit. Bewusst und täglich, einige Minuten reichen, in denen Sie in sich hinein horchen, um ihre Bedürfnisse zu erkennen. Dann entwickeln Sie ein Gefühl für sich selbst.

– Holen Sie mehrmals am Tag tief Luft. Atmen sie bewusst aus und ein. Stress macht die Atmung flach, das stört den gesamten Ökohaushalt ihres Körpers. Erinnern Sie sich selbst mit einer Erinnerungsfunktion, sei es auf dem Computer oder dem Handy.

– Schaffen Sie sich emotionalen und körperlichen Ausgleich. Das Argument, keine Zeit für Sport oder ein Hobby zu haben, ist schon der erste Offenbarungseid.

Werden Sie glücklich, seien Sie zufrieden!